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No. 2/209/197/613

Am 18. März 2014 veröffentlichte der Amrun-Verlag die Anthologie "Mängelexemplare: Dystopia", herausgegeben von Constantin Dupien. Ich freue mich, in dieser wirklich ausgesprochen gelungenen Geschichtensammlung zum Thema "Weltuntergang" mit meiner bisher unveröffentlichten Kurzgeschichte "No. 2/209/197/613" vertreten zu sein. Einen Auszug aus der Story findet ihr im Klappentext des Buches. Die einleitenden Worte in der nachfolgenden Leseprobe. Viel Spaß!

Lesermeinung:
"Die Welt geht vor die Hunde, aber selbst das kann einer echten Freundschaft nichts anhaben. Diese Story ist ein grandioser Opener, der mich als Leserin perfekt auf die kommenden Werke eingestimmt hat. Hier wurde eine Stimmung transportiert, die an Hoffnungslosigkeit kaum zu übertreffen ist. Sehr geil geschrieben – mit nachhaltiger Wirkung. Highlight Nummer eins. Was für ein Einstieg!" (Carmen Weinand, Horror & More

Leseprobe:

Die Mädchen lagen nebeneinander im Sand, ihre Gesichter der im Zenit stehenden Sonne zugewandt, während die Ausläufer der sanft anlandenden Wellen um ihre Füße plätscherten. Der Bildausschnitt seines Fernglases wanderte über die knappen Tanktops, die vollen Brüste und die von der Sonne verbrannte Haut. Vor allem die Brünette hatte es ihm von Anfang an angetan. Trotz Marks Zögern hatte er nicht eine Sekunde daran gezweifelt, dass es die richtige Entscheidung gewesen war, Lara und Alina mitzunehmen.

Mark und er waren zu diesem Zeitpunkt seit zwei Tagen unterwegs gewesen. Sie hatten den Kofferraum des klapprigen Grand Cherokee sowie die Dachbox aus der Garage seiner Eltern mit Benzinkanistern, Wasserflaschen und Konservendosen vollgestopft und sich auf den Weg in die ehemalige Surfer-Metropole Tarifa an der spanischen Südküste gemacht. Seit sie denken konnten, hatten sie ihr Zelt beinahe jeden Sommer auf dem kleinen Campingplatz aufgeschlagen, der sich terrassenförmig an den direkt über dem Strand liegenden Berghang schmiegte. Zuerst in Begleitung von Florians Eltern, später dann alleine. Nur ein einziges Mal hatten sie ihren Sommertrip abblasen müssen, weil Mark sich zwei Tage vor der geplanten Abreise den Fuß gebrochen hatte. „Dann fährst du eben ohne mich, Flo“, hatte er auf seinen besten Freund eingeredet. Doch Florian wäre es wie ein Verrat vorgekommen, die Reise, die ein festes  Ritual ihrer Freundschaft war, alleine anzutreten. Im darauffolgenden Jahr fuhren sie wieder. Obwohl – oder gerade weil – vier Wochen zuvor Florians Freundin Melanie gestorben war.

Hautkrebs. Drei Wochen vor ihrem neunzehnten Geburtstag.

Florian zog sich die Baseballkappe mit dem Billabong-Logo tief ins Gesicht. Dieser Trip war ihr dreizehnter. Sie hatten den Entschluss gefasst, wenige Tage bevor die Briefe ausgeliefert worden waren. Florian sah sich auf dem kleinen Plateau um, auf dem sie ihr Zeltlager aufgeschlagen hatten. Die kuppelförmigen Igluzelte, die mit ihren silbernen Beschichtungen wie Raumschiffe in der Mittagssonne glänzten. Die kleine Kochnische im Schatten der Pinien, die ihre vertrockneten Zweige der rot gefärbten Atmosphäre entgegenreckten. Mark hockte, den Rücken an den Stamm eines Baumes gelehnt, im Schatten und starrte hinaus aufs Meer.

Die Mädchen hatten sie auf der Hinreise aufgegabelt. Sie befanden sich auf einer Passstraße am Fuße der Pyrenäen, als Mark die beiden winkenden Gestalten am Straßenrand entdeckte ... 

Die komplette Story findet ihr in der Anthologie "Mängelexemplare: Dystopia"!

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